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Laut Fondsprofessionell nutzen zwischenzeitlich mehr als 40% der Anlageberater Software für die Beratung ihrer Mandanten. Der Verbund Deutscher Honorarbearter stellt für die Depotberatung mehrere auf wissenschaftlichen Grundlagen basierende Beratungssysteme zur Verfügung.
Mit myportfolio- und myassetadvise stehen dem Honorarberater zwei von der renommierten Kanzlei GSK & Kollegen und Rechtsanwalt Dr. Christian Waigel zertifizierte Lösungen zur Verfügung. Der von VDH angebotene elektronische Beratungsprozess beginnt dabei mit der Risikoprofilierung des Kunden. Die Verwendung elektronischer Fragebögen mit Pflichtfeldkontrolle sorgt für die erforderliche Vollständigkeit. Eine softwaregestützte Bewertung der gegebenen Antworten schafft darüber hinaus die unter Haftungsgesichtspunkten notwendige Standardisierung und vermeidet unnötige Fehleinschätzungen bzw. Ungleichbehandlungen durch den Berater. Im Ergebnis wird der Kunde in eine zu ihm passende Risikoklasse eingestuft, die individuelle Verlustbereitschaft des Kunden rundet das jeweilige Anlegerprofil ab.
Bei der anschließenden Verwendung von Anlageberatungssoftware oder auch im Orderprozess zeigt sich wiederum der große Vorteil IT-gestützter Lösungen gegenüber rein schriftlichen Dokumentationen. So haben u.a. die zuvor ermittelte Risikoklasse und die vom Kunden vorgegebene Verlustbereitschaft unmittelbaren Einfluss auf die Angemessenheit und Geeignetheit der vorzuschlagenden Anlagestrategie bzw. auf die Prüfung der jeweiligen Order. Der Berater erstellt automatisch nur Vorschläge innerhalb eines definierten Korridors und läuft nicht Gefahr, vorhandene Risiken zu unterschätzen.
Elektronische Beratungsdokumentationen zu Wertpapieren und Geschlossenen Fonds vervollständigen die Kundendokumentation. Die prozessuale Basis für jede Beratungsdokumentation stellt dabei das nur einmal zu befüllende Kundenprofil dar. Bei jeder Beratungsdokumentation wird in der Folge auf die bereits im Rahmen der Profilierung abgefragten Kundeninformationen und -anliegen zurückgegriffen.
Mittels der integrierten Fondsdatenbank hat der Berater die Möglichkeit, auf Knopfdruck die zu den empfohlenen Finanzinstrumenten passenden Produktblätter in gebündelter Form samt aktuellem Fondsprospekt, Rechenschaftsbericht etc. zu erstellen.
Sämtliche erzeugten Dokumente werden revisionssicher mit einem Timestamp versehen und anschließend unveränderbar gespeichert. Der Abruf aller historischen Dokumente erfolgt über ein Archivsystem.
Mit dieser Umsetzung liefern wir Honorarberatern die gewohnt beratungsfreundliche und trotzdem allen regulatorischen Anforderungen gerecht werdende Unterstützung. RA Dr. Waigel als unabhängiger Experte teilt unsere Sicht der Dinge und unseren Mandanten und verschafft durch seine Zertifizierung zusätzliche Rechtssicherheit.

myinvestadvise, eine neue Anlageberatungssoftware, welche die nun schon seit Jahren erfolgreich in den Markt eingeführten Produktlinien myportfolio- und myassetadvise komplettiert.
Die Besonderheit von investadvise liegt insbesondere in der Vernetzung des Wertpapieruniversums mit geschlossenen Fonds und sonstigen Geldanlagen in nur einer Anlageberatungssoftware. Während sich hinter dem Segment der geschlossenen Fonds eine mit über 10.000 Fonds versorgte, hauseigene Datenbank verbirgt, sind unter dem Bereich der sonstigen Geldanlagen alle verbleibenden Assetklassen wie zum Beispiel Immobilien, Liquiditätskonten, Vermögensverwaltungen oder kapitalbildende Versicherungen zu subsumieren.
Durch den bei einer durchgängig vernetzten Lösung selbstverständlichen Rückgriff auf die einzelnen Fondsinformationen sowie die täglich aktualisierten Handelsinformationen der unterschiedlichen Abwicklungsbanken erhält der Berater die Möglichkeit, bereits mit diesen Restriktionen automatisch abgeglichene Portfolios zu erstellen. Nur dies gewährleistet eine 100%-ige Umsetzbarkeit der erarbeiteten Vorschläge.
Speziell an die einzelnen Transaktionsbanken angepasste, vollautomatisch befüllte Orderformulare, ein Kundengutachten sowie umfassende Factsheets zu den empfohlenen Produkten runden den stark beratungsorientierten Ansatz des Moduls ab. Wie in allen anderen Systemen ist es den Honorarberatern bei investadvise völlig unbenommen, sämtliche Unterlagen mit ihren individuellen Logos zu versehen.
Auch auf eine MiFID-konforme, systemgestützte Kundenprofilierung, die den Kunden zunächst in eine für ihn passende Risikoklasse einstuft, muss der Berater nicht verzichten. Dabei wurde das eigens entwickelte Scoring-System nun auch auf den Bereich der Beteiligungen ausgeweitet. Die Mandanten kommen somit nicht nur in den Genuss eines einheitlichen, lediglich drei Seiten umfassenden Kundenprofils, sondern können darüber hinaus auch ihre Beratung in der mittlerweile juristisch notwendigen Form dokumentieren.
Mit investadvise werden wir gleich zwei aktuellen Tendenzen gerecht: Zum einen können wir erstmals auch Beteiligungen in einem Anlageberatungssystem abbilden, was bei den bisherigen auf der Portfoliotheorie von H. M. Markowitz basierenden Portfoliooptimierungs- und Anlagevorschlagssystemen infolge zumeist fehlender Zeitreihen zu geschlossenen Fonds nicht möglich war, zum anderen tragen wir nicht zuletzt mit diesem Modul auch dem erst kürzlich ergangenen BGH-Urteil zur Veröffentlichungspflicht von Provisionen bei geschlossenen Fonds Rechnung, in dem wir die im WpHG normierten Anforderungen in adäquater Form auf das Beteiligungsgeschäft übertragen - denn dorthin wird unserer Meinung nach der Weg unausweichlich führen. Einen rechtfertigenden Verweis auf eine reine Vermittlungstätigkeit als quasi letzte Bastion der Unbetroffenheit lehnen wir aus Gründen der Praktikabilität und Beweisbarkeit ab.